Lärm der Stille
Wenn sich die Stille nun tief um mich breitet
hör ich den Hammerschlag der Gedanken durch das Gehirn dröhnen
Sie schlagen den Takt, du musst! du musst!
unerbittlich der Wortstoß Stich
Gute Mächte – ihr seid so fern
In der Stille der Nacht
seh ich sie Leuchtspuren ziehen
verknoten, verkürzen, schnüren ab
gefangen bin ich gefesselt im Gedankenfadengeflecht
Wo ist der Erlöser der mich befreit?
Worte im Hirn können nicht schweigen
Worte im Hirn können nur schrein
Schlagen aufeinander
Schlagen an
Knochen wiederhallen den Schlag
nie werden sie müde
never give up
Gäbe es im Vorhof des Lebens und der Stille
eine Garderobe
Gedanken hinzuhängen
Worten ihren Platz zuzuweisen
den Trommlern im Hirn die Stäbe zu entreißen
ich würde sie bauen
ich würde sie auskleiden
mit rotem Teppich
und samtenen Polstern
aber Stille bleibt Laut
Stille verschafft sich Gehör
Hammerschlag
um
Hammerschlag
11.IV.17
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