Am Boden leben auf dem Hof
versorgt, verpflegt, geduldet dort
doch leidenschaftslos leben, kaum lebendig
es fühlt sich schwierig schmerzhaft an
ich werde starr verharre still
doch plötzlich trifft die Sonne meine Seele
Flieg mein Adler!
Die Sonne wärmt, umschmeichelt mich
sie liebt, sie wärmt, lockt mich zu sich
die Sehnsucht wächst nach Kraft, nach Freiheit, Leben
Sie schreien wild „die Sonne brennt,
verzehrt dich. Blendet, komm zurück
du darfst nicht fliegen bleib bloß auf dem Boden!“
Flieg mein Adler!
Ich steige auf und spür die Luft
die Flügel tragen, Kraft genug
die Sonne wärmt, ich steige auf und segle
bin frei und wild, der Sonne nah,
ich taumle, baumle, drehe blind
und spür die Kraft von Flügel, Wind und Sonne
Flieg mein Adler!
Sie schreien wild, „du musst zurück
stürzt ab, verbrennst, verglühst, vergehst
wirst scheitern lass das Fliegen, bleib am Boden
Du gehst zu weit, wirst blind und taub
und keiner fängt dich jemals auf
du gehst elend zugrunde lass das Fliegen!“
Lass sie reden, lass sie schreien!
Die Sonne wärmt umschmeichelt mich,
sie liebt sie wärmt, lockt mich zu sich
die Flügel tragen mich durch Höhn und Tiefen.
Die Freiheit ist ein sich´rer Halt, der Atem tief die Schwingen weit
die Jäger können mich nicht mehr erreichen!
Flieg mein Adler!
22.XI.12
Hinterlasse einen Kommentar