Karfreitag 2019 in der Christuskirche
Ich begann damit, den Psalm 22 auf eine Papierrolle zu schreiben, bis hinauf zum Kreuz.
Dann habe ich das Knotenband auf diesen Psalm gelegt und über das Kreuz gehängt.
Anschließend habe ich mit Sprüchkreide auf den Boden und das Kreuz das Wort „vollbracht“ geschrieben.
Gott hat es zuende gebracht. Er ist mitten drin, im Leid dieser Welt. Im Schicksal einzelner. Er hält das aus und bleibt da.
Ausgehend davon, dass der Vorhang im Tempel zerriss habe ich dann die Schutzdecke am Kreuz aufgerissen, die seit einem Jahr drüber hing, als Schutz für die Bauarbeiten, die jetzt aber so weit fortgeschritten sind, dass die Decke nicht mehr nötig ist.
Schließlich habe ich zwei Rettungsdecken genommen und sie in die offene Flanke des Kreuzes gelegt. Ebenso oben drüber.
Ist das jetzt meine Rettung?
Die Rettung der Welt?
Die Rettung einzelner?
Zumindest fühle ich mich aufgehoben, mit allen Wunden.
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